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Gerdi Fischer geb. Weidner

geboren am 10. Oktober 1925 in Gattendorf
gestorben am 4. Oktober 2015 in Krefeld



 



Gerdi wurde als zweite Tochter von Hermann und Eugenie
Weidner in Neugattendorf geboren.

Ihr Bruder Hermann Weidner Junior gesellte sich bald zu den beiden. Jedoch
verstarb die älteste Schwester Berta sehr jung und das prägte auch das Leben
der Geschwister, Gerdi und Hermann.



Gerdi war ein aufgewecktes, an allem interessiertes Kind. Es musste ja nicht
gerade der Kuhstall sein oder die Aufgabe, ein Pferd aufzuzäumen. Tiere sah sie
stets lieber aus der Ferne.

Ihre Jugendjahre waren durch Krieg, Flüchtlingsströme und viele Entbehrungen
geprägt. Tanzveranstaltungen oder Kinobesuche waren selten, aber es gab sie.





Ihr Vater war nicht nur Landwirt, Gastwirt und Metzger in dem bei Hof gelegenen
Gattendorf, sondern auch Bürgermeister.

Daraus resultierte, dass Gerdi neben einer Ausbildung als Hauswirtschafterin
bis zu ihrem 32. Lebensjahr im eigenen Betrieb tätig war. Und das war zu den
damaligen Zeiten durchaus normal.



Als die ersten Möglichkeiten wieder geschaffen wurden, mit Busreisen andere
Länder und Städte zu erkunden, nahm sie das dankbar auf.

Österreich war wohl ihr erster Auslandsaufenthalt.



Den Vater ihrer beiden Kinder lernte sie kennen, weil er als Grenzbeamter in
Gattendorf arbeitete und beide sich von einer Beziehung viel versprachen.



Günter Kausen, so hieß der junge Mann, der Gerdi im Alter
von fast 33 Jahren zum ersten Mal zur Mutter machte. Tochter Monika kam am 11.
September 1958 in München zur Welt.



Da war Günter, der eigentlich aus Iserlohn im Sauerland
stammte, schon nach Straelen am Niederrhein versetzt worden. Für Gerdi nicht
gerade das Traumziel, doch nach Düsseldorf war es ja nicht so weit.



Heiraten und einen Sohn zeugen, stand als nächstes an.



Frank Kausen wurde am 18.08.1959 in Geldern (Niederrhein)
geboren und eigentlich wäre jetzt alles gut.



Doch die Ehe hielt nicht lange und so stand Gerdi vor einer
ihrer größten Herausforderungen.



Zwei kleine Kinder, keinen Ehemann der für sie sorgte, keine
Familie in der Nähe.



Auch, wenn die Scheidung – damals gab es das noch – „unverschuldet“
ausgesprochen wurde, galt man als alleinstehende Frau als ein „NICHTS“. Es war
das Jahr 1962 in Deutschland.



Sie hat unseren vollen Respekt, dass sie diese schwere Zeit
gemeistert hat.



 



Sie schaffte es mit starkem Willen gute Wohnverhältnisse für
sich und ihre Kinder in Straelen-Herongen zu organisieren.



Erst 1974, als die beruflichen Bedingungen es forderten, zog
sie mit ihren Kindern nach Krefeld.



Auch hier war es wieder der Beruf, bei dem sie ihren zweiten
Ehemann kennen lernte.



Hans Fischer machte sie nach 13 gemeinsam gelebten Jahren, die beide in
Willich verbrachten, zur Witwe.



Die Zeit mit Hans Fischer war geprägt von vielen Reisen. Sie
bereisten Nizza, Saint-Tropez, Barcelona, Rom, Neapel, Sizilien, viele Städte
in Deutschland und dem nahen benachbarten Ausland.



Sie war es, die uns begeistert von Istanbul berichtete und
uns animierte, doch auch mal in die Türkei zu reisen.



 



Bis zum 26. März 2014, 
im Alter von 88 Jahren, lebte sie alleine auf der Goethestraße 48 in
Willich.



Sie war glücklich mit ihren Zeitschriften und dem so sehr
geliebten TV Programm, dass sie reisen ließ in Länder, die sie interessierten.



Volksmusik mit u.a.  Andy
Borg, Andrea Berg und Helene Fischer liebte sie sehr.



Trompeten, Posaunen und Geigen, das waren die Instrumente,
die ihr ein Leuchten in die Augen brachten.



Anrufe am Sonntagmorgen, dass der Fernsehgarten im ZDF doch
so sehenswert sei, vergessen wir nicht.



 



Am 27. März 2014 zog sie ins Seniorenzentrum Wilmendyk 78a
in Krefeld.



Da war die altersbedingte Demenz schon stark ausgeprägt.
Hier wurde sie sehr liebevoll aufgenommen und gut gepflegt.



 



http://www.seniorenzentrum-krefeld.de/



 



Von den regelmäßigen Besuchen gibt es viele Fotos, die
zeigen, dass sie stets fröhlich und als aktivste Bewohnerin der 3. Etage im Seniorenzentrum
gelebt hat.



Ausflüge nach Kevelaer, Karnevalveranstaltungen, Schützenfeste
und viele andere Musikveranstaltungen im Seniorenzentrum hat Gerdi miterlebt.



Am 29. September 2015 erlitt Gerdi einen zwar leichten,
dennoch ausschlaggebenden Schlaganfall.



Sie wurde  3 Tage in
der Helios Klinik in Krefeld auf der Intensivstation behandelt und glücklicher
Weise am 2. Oktober von dort wieder in ihre gewohnte Umgebung gebracht.



In ihrem Zimmer 314 erwarteten sie Schwester Lilly, Pfleger Jonny,
Christian und viele andere vertraute Personen, die sich so rührend um sie
kümmerten,  wenn ihre Familie durch
Berufstätigkeit verhindert war.



Am 3. Oktober 2015 um 15.29 Uhr wurde in unserer Familie
Rosalie Jesorsky geboren.



 



Am 4. Oktober 2015 entschlief unsere Gerdi.



Begleiten konnten sie an diesem Tag noch ihre Enkelinnen
Jennifer und Melina zusammen mit ihrer Tochter Monika.



Die lieben Worte des Pflegepersonals über Gerdi gebe ich
hier wieder:



 



 



 



Hauptpfleger Christian: „Auf einem Bein stehend, das war
kein Problem für sie beim Anziehen oder Duschen.“ 



„Sie war nie launisch. Hatte sehr gute Umgangsformen und war
freundlich.



Wir mochten sie gerne.“



Schwester Lilly: „Sie war so aktiv, hat niemals eine Laune
vorgespielt. Wenn sie sagte: „ich kann das nicht, dann konnte sie es nicht.“
Sie hat stets alles versucht. Bis zuletzt alles geschafft.“



 



 



         



 



 



 



 



 




Kerzen

Kerze

Melina
entzündete diese Kerze am 12. September 2018 um 20.24 Uhr

Liebe Omi,
dies ist meine erste Kerze doch zu Hause hab ich schon einige Kerzen für dich angemacht. Ich denke fast täglich an dich!
Du bist ein Engel in meinem Herzen! Ich glaube daran dass du jeden Tag auf uns acht gibst und uns hilfst und beschützt!
Ich werde in Zukunft öfter nur einen Wunsch an dich haben und ich hoffe dass du helfen kannst ihn wahr werden zu lassen!
Von Herzen deine Enkelin

Sehen Sie weitere 9 Kerzen…

Kondolenzen

Stimmungsbild

Renate und Jörg
schrieb am 8. Oktober 2015 um 22.47 Uhr

Liebe Moni,

es ist schwer einen geliebten Menschen zu verlieren, bei einer Mutter ist dies leider noch viel schmerzlicher.

Wir denken an Dich.

Herzliche Anteilnahme
Renate und Jörg

So wie ein Blatt vom Baume fällt, so geht ein Leben aus der Welt, heimlich still und leise. (Theodor Storm)

Termine

Sehen Sie hier die Termine der Abschieds- und Trauerfeierlichkeiten.